Der Flächenverbrauch betrifft auch unsere Allgäuer Heimat. Auch das Allgäu verliert täglich 2 Hektar – also etwa drei Fußballfelder – wertvolle Fläche durch neuen Flächenverbrauch. Das liegt vor allem an der Planung von monofunktionalen Nutzungen – ein Modell, das den Flächenverbrauch antreibt, die Verkehrsinfrastruktur unnötig aufbläht und unsere Kultur-landschaft in Mitleidenschaft zieht.
Warum nutzt man Schulhöfe außerhalb der Schulzeit nicht als öffentliche Sportplätze oder als Veranstaltungsorte? Wie kann man Flachdach-Flächen sinnvoll nutzen? Wie kann man Parks und Sportstätten so umrüsten, dass sie auch als Wasserspeicher genutzt werden können? Oder wie können Firmen Parkplätze, Lager- und Versorgungsräume gemeinsam nutzen? Es ist Zeit für neue Konzepte, die Wohnen, Handel, Gewerbe auf mehreren Ebenen gemein-sam denken, zeitlich abgestimmte Mehrfachnutzungen favorisieren oder auch Bestehendes umnutzen. Damit können nicht nur Flächen gespart werden, sondern auch neue kommuni-kative, soziale, vernetzende und inklusive Räume entstehen.
Über die Mehrfachnutzung von Flächen sprechen auf dem Podium im ReglerHaus:
. Florian Eggert, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Kempten (Allgäu )
. Ramona Riederer, Allgäu GmbH, Leiterin Förderprojekt "Flächenkonkurrenzen multifunktional begegnen"
. Tobias Waltner, Initiative "Wege zu einem besseren Landesentwicklungsplan (LEP)", Oberstaufen
Moderation: Maria Horejschi, architekturforum allgäu e.V.
